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Advocating for human rights treaty ratification in the USA – A comparison between CRC and CRPD advocacy

Diana Volonakis

Abstract


Abstract

Past scholarly research in the interdisciplinary field of children’s rights studies has explored the subject of US ratification of the Convention on the Rights of the child (CRC) and come to a set of common conclusions, namely that governmental reticence to accept a human rights framework in reforming the nation’s public policy remains the main explanation for prolonged non-adherence to the convention. While the State plays a key role in the drafting, ratification and implementation of international human rights treaties, this paper focuses its enquiry on non-State actors that advocate for – or against – CRC ratification in the US. Subsequently, this article compares CRC ratification advocacy with actions led by American advocates for the ratification of the Convention on the Rights of Persons with Disabilities (CRPD), and proposes an interpretation as to why CRPD advocates have successfully gained the support of religiously and politically conservative constituents, whereas the children’s rights movement has not. A final section puts forward recommendations aimed at improving the effectiveness of the pro-CRC ratification campaign, especially in regards to the facilitation of child participation in advocacy activities.

Keywords: The Campaign for US Ratification of the CRC, ParentalRights.org, children’s rights in the US, CRC ratification, CRPD ratification, American exceptionalism

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Der Kampf für die Ratifizierung von Menschenrechtsabkommen in den USA – ein Vergleich der Kampagnen für die UN-Kinderrechtskonvention und die UN-Behindertenrechtskonvention

Zusammenfassung

Schon frühere wissenschaftliche Untersuchungen im interdisziplinären Feld der Kinderrechtsstudien haben sich mit der Thematik der (Nicht-)Ratifikation der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) durch die Vereinigten Staaten von Amerika beschäftigt, deren Ergebnisse sich in einer Kernthese zusammenfassen lassen: Die offensichtliche Zurückhaltung der amerikanischen Regierung, die UN-KRK in staatliches Recht umzuwandeln, wird als Hauptursache für die anhaltenden Ratifizierungsvorbehalte gegenüber diesem Menschenrechtsvertag angesehen. Auch wenn die Nationalstaaten eine Schlüsselrolle in der Ausarbeitung, Ratifizierung und Implementierung von internationalen Menschenrechtsverträgen spielen, liegt der Fokus in diesem Beitrag auf den nichtstaatlichen Akteuren, die sich für oder gegen die Ratifizierung der UN-KRK in den USA einsetzen. Der Beitrag vergleicht die (bisher) gescheiterten Kampagnen der Befürworter der UN-KRK mit den erfolgreichen Strategien der Interessensvertreter der UNBehindertenrechtskonvention (UN-BRK). Es wird versucht, eine mögliche Erklärung dafür zu liefern, warum es den Befürwortern der UN-BRK gelang, die Unterstützung der religiös und politisch konservativen Wählerschaft zu erhalten, diese Unterstützung den Befürwortern der UN-KRK bisher jedoch versagt blieb. Der Beitrag endet mit einigen Empfehlungen zur Verbesserung der Effektivität der aktuellen Pro-UN-KRK-Ratifizierungsbemühungen unter besonderer Berücksichtigung der Ermöglichung von Partizipationsstrukturen für Kinder an derartigen Kampagnen.

Schlagwörter: Kampagne zur Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention durch die Vereinigten Staaten von Amerika, ParentalRights.org, Kinderrechte in den USA, Ratifizierung der UN-KRK, Ratifizierung der UN-BRK, Amerikanischer Exzeptionalismus

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Bibliographie: Volonakis, Diana: Advocating for human rights treaty ratification in the USA – A comparison between CRC and CRPD advocacy, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 2-2016, S. 193-207.
https://doi.org/10.3224/diskurs.v11i2.23655


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