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Lernen en passant: Wie und warum Kinder spielend lernen

Rolf Oerter

Abstract


Zusammenfassung

Inzidentelles und implizites Lernen spielen im Alltag eine wichtige Rolle. Dennoch finden sie in der Pädagogik und Pädagogischen Psychologie kaum Berücksichtigung. In der Auseinandersetzung mit dem Phänomen des beiläufigen und impliziten Lernens erfolgen zunächst eine begriffliche Klärung und die Darstellung einiger Befunde, auf die die Begrifflichkeit zurückgeht. Sodann beschäftigen wir uns mit der Rolle beiläufigen und impliziten Lernens in der kindlichen Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung des Spiels. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Aufbau von Weltwissen und Ordnungsmustern, die Erwartungen künftiger Ereignisse erlauben. Schließlich werden aus evolutions- und kulturpsychologischer Sicht pädagogische Schlussfolgerungen für eine bessere Verzahnung von beiläufigem und implizitem Lernen mit intentionalem Lernen gezogen.

Schlagwörter: Implizites und inzidentelles Lernen, Spiel, Intuitive Naturwissenschaft, Stimulusmuster

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Learning incidentally: Why and how do children learn easily

Abstract

Incidental and implicit learning are ubiquitous in everyday life, however, they are scarcely considered in pedagogy and educational psychology. In this article, implicit and incidental learning are first conceptually defined and illustrated by experimental findings. Then, the role of implicit and incidental learning in child development is discussed, with a focus on the development of world knowledge and organizational patterns that can yield predictions of future changes. Finally, educational conclusions are drawn from evolutionary and cultural perspectives that seek to better integrate incidental and intentional learning in school.

Keywords: Implicit and Incidental Learning, Play, Intuitive Science, Stimulus Pattern


Literaturhinweise



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