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Einleitung zur Serie „Demokratie in Deutschland“

Roland Sturm

Abstract


Lesprobe

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Zusammenfassung

Es ist paradox. Die Klagen über demokratische Defizite in Deutschland sind zahlreich, wenn es aber konkret werden soll, entgleitet die Demokratiedebatte ins Detail oder ins Vage. Heraus kommen sehr individuelle Weltsichten und sehr unterschiedliche Auffassungen, was Demokratie eigentlich ausmacht. Das Reden über Demokratie ist schwerer geworden. Einige meinen, es sei ohnehin überflüssig. Wir leben, so meinen manche, in einer „Post-Demokratie“, in der es zwar noch die Fassade demokratischer Wahlen gibt, die aber als Institution und als Gefäß der Repräsentation des Gemeinwohls weitgehend entleert sei. Andere gehen noch weiter und halten nicht einmal den politischen Diskurs für möglich. In einer postfaktischen Gesellschaft wird dieser nur inszeniert, „Wahrheiten“ werden erfunden und Glaube und Gefühl ersetzen Wissen. Dies sei eine neue Chance für Pseudoreligionen, Populisten und Heilsversprechen. Die neue Serie „Demokratie in Deutschland“ widmet sich dem angesprochenen Fragekatalog und weiteren darüber hinausreichenden Fragen der Demokratie.

Schlagwörter: Demokratie, Repräsentation, Gemeinwohl

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Bibliographie: Sturm, Roland: Einleitung zur Serie „Demokratie in Deutschland“, GWP, 2-2017, S. 225-228.


Literaturhinweise



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