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Das ‚Beyond‘ politischer Kulturforschung: Zwischen Heterogenisierung und Kohäsion

Maja Bächler

Abstract


Schlüsselwörter: Jacob Burckhardt, Homi K. Bhabha, Hybridität, Identität, Gemeinschaft

Abstract

Die politische Kulturforschung erlebt zwar eine Renaissance, doch spiegelt sich in vielen Handbucheinträgen oder neueren Aufsätzen noch das Vokabular des aus den 1960ern stammenden klassischen politischen Kulturansatzes wider beziehungsweise wird mit Konzepten wie ‚Nation‘, ‚Volk‘ oder ‚Kultur‘ gearbeitet, die es zu hinterfragen gilt. Basierend auf der Gegenüberstellung von Staat und Kultur bei Jacob Burckhardt wird die Bedingtheit (als erstes Beyond) der beiden sich in der politischen Kulturforschung verbundenen Begriffe durch ihre Trennung herausgearbeitet, um sich dann auf drei weitere Beyonds (als dazwischen und darüber hinaus) zu konzentrieren: die Variabilität, die Hybridität und die Kollektivierung. Die Variabilität verweist hierbei auf die Instabilität der Kultur als Potenz im Burckhardt’schen Sinne, während die Hybridität als Beyond die Berücksichtigung heterogener Subjektpositionen einfordert. Die Kollektivierung als viertes Beyond eruiert die Möglichkeiten, Gemeinschaftsbildung angesichts ihrer Variabilität und Hybridität überhaupt zu denken.

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Abstract

Research on political cultures may be undergoing a renaissance, but in many reference books, or even recent articles, the vocabulary of the classical approach to political or civic culture dating from the 1960s can be found. Concepts such as ‚nation‘, ‚people‘, or ‚culture‘ should be questioned in modern context. Based on the confrontation of state and culture by Jacob Burckhardt, the conditionality of the two terms that combine the concept of political culture are being carved out by separating them. The conditionality (as a first Beyond)forms the predisposition to concentrate in a second step on the three other Beyonds (as inbetweens and aboves): variability, hybridity, and collectivization. Variability hereby refers to the instability of culture as a major force in a Burckhardtian sense, whereas hybridity as a Beyond claims to consider heterogeneous positions of the subject. Collectivization as a fourth Beyond investigates the possibility that enables to consider the forming of societies in light of its variability and hybridity.

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Bibliographie: Bächler, Maja: Das ‚Beyond‘ politischer Kulturforschung: Zwischen Heterogenisierung und Kohäsion, ZPTh, 2-2013, S. 229-245. https://doi.org/10.3224/zpth.v4i2.15367


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