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Grenzfiguren. Über Staatenlosigkeit, undokumentierte Migration und die Permanenz der Grenze

Julia Schulze Wessel

Abstract


Schlüsselwörter: Flüchtling, undokumentierte Migration, Grenze, Nationalstaat, Exklusion, Recht

Abstract

Diesem Artikel liegt die These zugrunde, dass der heutige Flüchtling nicht mehr, wie noch von Hannah Arendt vorgenommen, als Figur der Exklusion, sondern als Grenzfigur beschrieben werden muss. Dabei kann Grenze nicht mehr traditionell als feste Linie zwischen zwei Territorien verstanden werden, sondern als Grenzraum, der den Flüchtling vom Recht trennt. Anders als Arendt, die bereits die Trennung zwischen Flüchtling und Recht betonte, kann jedoch heute nicht mehr vom Rechtsentzug, sondern vom Rechtsvorenthalt gesprochen werden.

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Abstract

This essay argues that the refugees of our time can no longer be depicted as figures of exclusion in the sense that Hannah Arendt understood them. Rather, they can best be described as “borderline” figures. The border is the specific territory of the refugees that separates the refugee from the law. Arendt emphasized the separation between refugee status and the law, that is, the fact that they were deprived of rights which they once had. Today, however, it would be more accurate to say that rights are withheld from refugees.


Literaturhinweise



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