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„Etwas lernen“ und „Spaß haben“. Modulationen des Umgangs mit der Sache in außerunterrichtlichen Ganztagsangeboten

Christin Haude, Anna Schütz, Till-Sebastian Idel, Gunther Graßhoff, Carolin Bebek

Abstract


Zusammenfassung

Außerunterrichtliche Angebote bilden einen Schwerpunkt in Ganztagsschulen. In der Ganztagsdebatte werden weitreichende Erwartungen einer Öffnung von Schule an sie adressiert. Die Angebote sollen etwas anderes als „Unterricht“ bieten und sozialpädagogischen Prinzipien wie Partizipation, Freiwilligkeit, Lebensweltorientierung und Alltagsbildung Raum geben. Anders als die standardisierte Forschung zu Prozessqualität und Wirkungen von Ganztagsschule ermöglichen die ethnographischen Beobachtungen aus dem DFG-Projekt JenUs eine Analyse des Binnengeschehens außerunterrichtlicher Angebote. Im Beitrag werden Ergebnisse einer Typenbildung zur Lernkultur vorgestellt, deren tertium comparationis der Fokus auf den Umgang mit der Sache ist. Leitend für die Typenbildung ist die Modulation des Umgangs mit der Sache im Spannungsfeld von „etwas lernen“ und „Spaß haben“. Die Typen werden in Bezug auf ihre Nähe und Ferne zu Formelementen von Unterricht und sozialpädagogischen Angebotslogiken diskutiert. Insgesamt soll damit ein Beitrag zur Forschung über die Diversifizierung der schulischen Lernkultur geleistet werden.

Schlagwörter: Ethnographie, Ganztagsschule, Lernkultur, außerunterrichtliche Aktivität

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„Learning something“ and „having fun”. Modulations of the dealing with the subject in learning in extracurricular activities

Abstract

Extra-curricular activities are central for all-day schools and related to expectations of an opening of school. Their practice is intended to offer something other than „lessons“ and to give space to principles such as participation orientation towards the Life-world. In contrast to quantitative research on the process quality and effects of all-day schools, our ethnographic observations from the DFG founded project JenUs allow an analysis of the inner logic of extra-curricular activities. The article presents the results of a type construction on learning culture whose tertium comparationis is focused on dealing with the subject in learning. Modulations in the field of tension between „learning something“ and „having fun“ are the guiding principles for type construction. The types are discussed with regard to their proximity and distance to the formation of teaching or after school programs. The overall aim is to contribute to research on the diversification of the school learning culture.

Keywords: Ethnography, All-day-Schools, Learning Culture, Extracurricular activities

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Bibliographie: Haude, Christin/Schütz, Anna/Idel, Till-Sebastian/Graßhoff, Gunther/Bebek, Carolin: „Etwas lernen“ und „Spaß haben“. Modulationen des Umgangs mit der Sache in außerunterrichtlichen Ganztagsangeboten, ZISU – Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung, 9 (2020), S. 52-64.
https://doi.org/10.3224/zisu.v9i1.05

Literaturhinweise



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