Geographic job mobility and parenthood decisions

Gerardo Meil

Abstract


Abstract

The aim of this paper is to analyse, differentiated by gender, the effects that high geographical job mobility has on parenthood decisions. In particular, in a first part we will examine whether job mobility fosters childlessness and/or postponement of childbearing and if mobility implies a lower family size. In a second part we will analyse how the specific working conditions of mobile people and their resources for balancing working and private lives affect childlessness and postponement of parenthood. The analysis will be based on a representative survey of people aged 25 to 54, performed in six European countries (Germany, France, Spain, Poland, Switzerland and Belgium) in 2007, oversampling mobile people in order to get enough cases to analyse. Results show that the impact of high job mobility on the timing and quantum of parenthood is important, both for men and women, but stronger for the latter. Besides gender, the strength of the impact depends on the duration of job mobility and when it takes place in the lifecycle. Resources for promoting a better balance of working and private lives such as flexitime and teleworking have no clear impact on parenthood decisions, but having a supportive employer facilitates family development of mobile employees. A greater involvement of men in unpaid work does not seem to facilitate fertility decisions of mobile women.

Keywords: job mobility, spatial mobility, fertility, parenthood, balancing working and family lives

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Räumliche berufsbedingte Mobilität und Familienentwicklung

Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, inwieweit hohe berufsbedingte räumliche Mobilität negative Folgen auf die Familienentwicklung hat. Im ersten Teil des Aufsatzes wird getrennt nach Geschlecht analysiert, ob Mobilität Kinderlosigkeit fördert, eine Verschiebung des Geburtenkalenders verursacht und ob sie eine Reduktion der Familiengröße zur Folge hat. Darüber hinaus wird in dem zweiten Teil analysiert, welchen Einfluss bestimmte Arbeitsbedingungen sowie die Ressourcen, die Familien zur Verfügung stehen, um Familie und Beruf zu vereinbaren, auf die Entscheidungen bezüglich Elternschaft ausüben. Die Analyse stützt sich auf eine repräsentative Umfrage in sechs europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Spanien, Polen, Schweiz und Belgien) mit Personen im Alter zwischen 25 und 54 Jahren. Die Daten wurden in 2007 erhoben. Mobile Erwerbstätige wurden überproportional erhoben, um eine ausreichende Fallzahl zu gewährleisten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Auswirkung der Mobilität auf die Familienentwicklung von Bedeutung ist, wobei sich Mobilität von Frauen stärker auswirkt. Darüber hinaus ist von Bedeutung, wann im Lebenslauf Mobilität und Elternschaft stattfinden und wie lange die Phase der mobilen Arbeit andauert. Flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit, einen Teil der Arbeit zu Hause zu leisten, haben keinen eindeutigen Einfluss auf die Entscheidungen zur Elternschaft von mobilen Erwerbstätigen, wohl aber die Unterstützung durch den Arbeitgeber. Unterstützung seitens des Partners scheint die Entscheidung mobiler Frauen für Kinder nicht zu fördern.

Schlagworte: berufliche Mobilität, räumliche Mobilität, Fertilität, Elternschaft, Vereinbarkeit von Familie und Beruf


Literaturhinweise