Explaining trends and patterns of immigrants’ partner choice in Britain

Raya Muttarak

Abstract


Abstract

Based on the 1988–2006 General Household Survey (N=121,934), this paper investigates trends and patterns of partnership formation of immigrants in Britain and explains underlying factors influencing partner choice. The key questions are:1) whom do the immigrants of different gender, generation and ethnic groups form partnerships with: (a White British partner, a Britishborn coethnic partner or a coethnic partner from overseas); and 2) what factors are explaining such a choice. Immigrants socialised in Britain, the second generation and those who migrated to Britain at a young age, are more likely to have a White British partner and less likely to be in a transnational partnership. Age at union, marital status, educational qualification, area ethnic composition, sex ratio and educational homogomy are significant predictors of one’s partner choice. Yet, ethnic origin remains a crucial determinant of patterns of partnership formation. The statistical analysis suggests that the rates of interethnic union with a White British partner will continue to increase for Black Caribbean, Black Africans and also gradually for highly educated Indians. The proportion of Pakistanis and Bangladeshis having a White British partner will remain low and simultaneously transnational marriage with a coethnic partner from overseas will still be commonly practiced. Overall, interethnic partnerships between the White British population and the population with an immigrant background are increasing in Britain. Key words: intermarriage, transnational marriage, integration, ethnic minority, Britain

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Wie sind die Trends und Verhaltensmuster der Partnerwahl von Immigrant(inn)en in Großbritannien zu erklären?

Zusammenfassung

Auf Basis des General Household Survey der Jahre 1988 bis 2006 (N=121.934) werden in diesem Beitrag Trends und Verhaltensmuster der Partnerschaftsanbahnung von Immigrant(inn)en in Großbritannien untersucht, sowie diesen zugrundeliegende Faktoren, die die Partnerwahl beeinflussen, erklärt. Folgende Fragestellungen sind dabei ausschlaggebend: 1. Gehen Immigrant(inn)en aus beiden Geschlechtern, aus verschiedenen Generationen und unterschiedenen ethnischen Gruppen eine Partnerschaft ein mit a) einer/einem weißen Britin/Briten, b) einer/einem Angehörigen der gleichen Ethnie, die/der in Großbritannien geboren ist oder c) einer/einem im Ausland geborenen Angehörigen der gleichen Ethnie? Und 2) Welche Faktoren tragen dazu bei, diese Auswahl zu erklären? Für Immigrant(inn)en, die in Großbritannien sozialisiert wurden – d.h. diejenigen, die zur zweiten Generation gehören oder in sehr jungen Jahren eingewandert sind – ist es wahrscheinlicher, eine(n) weiße(n) britische(n) Partner(in) zu haben. Zugleich ist es für diese niger wahrscheinlich, sich in einer transnationalen Partnerschaft zu befinden. Das Heiratsalter, der Zivilstand, die Bildungsqualifikationen, die ethnische Zusammensetzung des Wohngebietes, die Geschlechterratio und Bildungshomogamie sind signifikante Prädiktoren der Partnerwahl. Dennoch bleibt die ethnische Herkunft eine wichtige Determinante der Verhaltensmuster beim Entstehen von Partnerschaften. Die statistischen Analysen lassen darauf schließen, dass die Anteile interethnischer Partnerschaften mit einer/einem weißen Britin/Briten für Schwarze aus der Karibik und Afrika stetig und allmählich auch für höher gebildete Inder ansteigen werden. Die Anteile der Pakistanis und Bangladeschis mit einem weißen britischen Partner wird gering bleiben, zugleich werden transnationale Hochzeiten mit einem Partner aus Übersee, der der gleichen Ethnie angehört, gängige Praxis bleiben. Ingesamt nehmen in Großbritannien interethnische Partnerschaften zwischen der weißen britischen Bevölkerungsgruppe und denjenigen mit einem Migrationshintergrund zu.

Schlagworte: interethnische Ehen, transnationale Ehen, Integration, ethnische Minderheit, Großbritannien


Literaturhinweise