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Offspring and later-life loneliness in Eastern and Western Europe

Thijs van den Broek, Marco Tosi, Emily Grundy

Abstract


Abstract

Later-life loneliness is increasingly recognized as an important public health issue. In this study, we examine whether having more children and grandchildren is protective against later life loneliness in a group of Eastern and Western European countries. Drawing on data from the Generation and Gender Surveys, we estimated logistic regression models of the likelihood of being lonely among men and women aged 65 and older. The results showed a negative association between number of children and loneliness among men and women in both Eastern-European and Western-European countries. A mediation analysis performed using the KHB decomposition method showed that grandparenthood status partly explained differences in the loneliness risks of childless women, mothers with one child and those with two or more children. Among men, the mediating role of grandparenthood was significant in Eastern Europe and marginally significant in Western countries. Given the relatively strong reliance of older people on the family in Eastern Europe, we expected that the protective effects of offspring on loneliness would be stronger in Eastern-European countries than in Western-European countries. This hypothesis was supported only in part by our results. The protective effect of having four or more children was larger in the East than in the West. Overall, our findings indicate that having close family members, including more children and at least one grandchild, has a protective effect against later-life loneliness in both country clusters considered.

Key words: loneliness, psychosocial wellbeing, isolation, mental health, ageing, intergenerational relations, grandparenthood

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Nachkommenschaft und Einsamkeit im Alter in Ost- und Westeuropa

Zusammenfassung: Einsamkeit im Alter wird zunehmend als ein wichtiges Thema der öffentlichen Gesundheit anerkannt. In dieser Studie untersuchen wir anhand einer Gruppe von ost- und westeuropäischen Ländern, ob das Vorhandensein von mehr Kindern und Enkelkindern vor Einsamkeit im späteren Leben schützt. Anhand von Daten aus dem Generation and Gender Survey schätzen wir logistische Regressionsmodelle zur Wahrscheinlichkeit von Einsamkeit bei Männern und Frauen ab 65 Jahren. Sowohl in ost- als auch in westeuropäischen Ländern zeigen die Ergebnisse einen negativen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Kinder und der Einsamkeit von Männern und Frauen. Eine Mediatoranalyse nach der KHB-Methode ergibt, dass der Status der Großelternschaft teilweise Unterschiede in den Einsamkeitsrisiken von kinderlosen Frauen, Müttern mit einem Kind und solchen mit zwei oder mehr Kindern erklärt. Bei den Männern ist die mediierende Rolle der Großelternschaft in Osteuropa signifikant und in den westlichen Ländern marginal signifikant. Angesichts des relativ großen Vertrauens älterer Menschen in die Familie in Osteuropa erwarten wir, dass Protektionseffekte von Nachkommen auf die Einsamkeit in den osteuropäischen Ländern stärker ist als in den westeuropäischen Ländern. Diese Hypothese wird nur teilweise durch unsere Ergebnisse bestätigt. Der Protektionseffekt von vier oder mehr Kindern ist im Osten größer als im Westen. Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass enge Familienmitglieder, darunter mehrere Kinder und mindestens ein Enkelkind, eine protektive Wirkung hinsichtlich Einsamkeit im Alter in beiden untersuchten Ländergruppen haben.

Schlagwörter: Einsamkeit, ältere Bevölkerung, (Enkel-)Kinder, Europa, Gender and Generation Survey


Literaturhinweise



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