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Multinationals from the BRIC-countries investing in German firms: Impacts on industrial relations

Martin Franz, Sebastian Henn

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Abstract


Leseprobe

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Abstract

Often, investments from emerging economies in firms in industrialized countries evoke concerns among the employees in the targeted firms. Many of them are afraid of losing their jobs, or fear that the new owners could undermine existing social standards. Up to now, little is known about how such investments affect industrial relations in targeted countries. Using the example of investments from the BRIC-countries (Brazil, Russia, India and China) in German firms, this paper analyses whether employees’ fears are well founded. To this end, four different factors are considered. These include: (1) the situation of the target firms in the run-up to an acquisition and the employees’ reactions to the takeover, (2) the investors’ knowledge of the current system of industrial relations, (3) the day-to day interactions with the new owners, and (4) the patterns of communication between works council representatives and the new owners. The empirical part of the article is based on an analysis of quantitative data as well as the application of problem-centered interviews with members of work councils, trade union representatives as well as managers.

Keywords: Foreign Direct Investments, Acquisitions, BRIC, Germany, Industrial relations. JEL: F23, F66, J53

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Multinationale Unternehmen aus den BRIC-Staaten investieren in deutsche Firmen: Auswirkungen auf die industriellen Beziehungen

Zusammenfassung

Investitionen aus aufstrebenden Ökonomien in Unternehmen in Industriestaaten stoßen oftmals auf Bedenken aufseiten der Beschäftigten des Zielunternehmens. Viele von ihnen befürchten den Verlust ihres Arbeitsplatzes oder die Absenkung von Sozialstandards in ihrem Unternehmen. Bislang ist nur wenig über die tatsächlichen Auswirkungen solcher Investitionen auf die in den Unternehmen bestehenden industriellen Beziehungen bekannt. Vor diesem Hintergrund analysiert der vorliegende Artikel anhand des Beispiels von Investitionen aus den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) in Deutschland, ob die Sorgen der Arbeitnehmer eine reale Grundlage haben. Dabei werden vier verschiedene Faktoren beachtet: (1) die Situation des Zielunternehmens vor der Akquisition und die Reaktionen der Beschäftigten auf die Akquisition, (2) das Wissen des Investors über das bestehende System der industriellen Beziehungen, (3) die alltäglichen Interaktionen zwischen dem Betriebsrat und den neuen Eigentümern sowie (4) die Formen der Kommunikation zwischen den Vertreterinnen und Vertretern des Betriebsrats und den neuen Eigentümern. Der empirische Teil des Artikels basiert auf der Analyse sowohl von quantitativen Daten als auch von problemzentrierten Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern von Management, Betriebsräten und Gewerkschaften.

Schlagwörter: Ausländische Direktinvestitionen, Firmenübernahmen, BRIC-Staaten, Deutschland, Industrielle Beziehungen

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Bibliographie: Franz, Martin/Henn, Sebastian: Multinationals from the BRIC-countries investing in German firms: Impacts on industrial relations, Industrielle Beziehungen. Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 1-2020, S. 3-18. https://doi.org/10.3224/indbez.v27i1.01


Literaturhinweise