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Wann würden Frauen für Tarifkommissionen kandidieren? Befunde aus einem faktoriellen Survey

Benjamin Buschmann, Debora Gärtner, Veronika Grimm, Christopher Osiander, Gesine Stephan

Abstract


Leseprobe

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Zusammenfassung

Verhandlungsergebnisse hängen unter anderem davon ab, ob Gruppen in Verhandlungen vertreten sind. Dies legt nahe, dass sich die geschlechtsspezifische Lohnlücke unter anderem durch eine stärkere Beteiligung von Frauen an Tarifkommissionen abbauen ließe. Mit Hilfe eines faktoriellen Surveys untersucht dieser Beitrag, wie wahrscheinlich es ist, dass Beschäftigte unter verschiedenen Umständen für eine Gehaltsverhandlungskommission kandidieren würden und welche Einflussmöglichkeiten sie im Fall einer Wahl für sich sehen würden. Frauen geben insgesamt deutlich seltener als Männer an, dass sie für eine Position in der Verhandlungskommission kandidieren würden. Ebenso erwarten sie im Mittel signifikant seltener, in den Verhandlungen etwas bewirken zu können. Dieser Geschlechterunterschied lässt sich durch persönliche und arbeitsplatzbezogene Merkmale der Befragten „erklären“, die aber teilweise wiederum selbst Ergebnis geschlechtsspezifischen Verhaltens sein dürften. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass vor allem Regelungen, die eine Anrechenbarkeit von Gremiensitzungen auf die Arbeitszeit festschreiben, dazu geeignet sein können, die Bereitschaft zur Mitarbeit zu erhöhen.

Schlüsselwörter: Lohnverhandlungen, geschlechtsspezifisches Verhalten, faktorieller Survey

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When would women put themselves up for election on wage negotiation commissions? Evidence from a factorial survey

Abstract

Among other things, negotiation results depend on which groups are represented in negotiations. This suggests that a stronger participation of women in collective bargaining commissions could contribute to reducing the gender pay gap. Using a factorial survey, this article examines the likelihood of employees running for wage negotiation commissions under different circumstances, and what influence they expect to have in the case of successfully being elected. Compared to their male counterparts, women are significantly less likely to indicate that they would run for a position on bargainig commissions. Likewise, they expect on average to have significantly less impact on negotiation results. This gender difference can be "explained" by the personal and job-related characteristics of respondents, which are, however, likely to partly result from gender specific behavior. Overall, the results suggest that regulations that ensure committee meetings occur during working hours could increase the willingness of women to participate on wage negotiation commissions.

Keywords: Wage negotiations, gender specific behavior, factorial survey (JEL: J51, J16)

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Bibliographie: Buschmann, Benjamin/Gärtner, Debora/Grimm, Veronika/Osiander, Christopher/Stephan, Gesine: Wann würden Frauen für Tarifkommissionen kandidieren? Befunde aus einem faktoriellen Survey, Industrielle Beziehungen. Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 3-2018, S. 320-342.
https://doi.org/10.3224/indbez.v25i3.03


Literaturhinweise



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