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How Personal Relations Work: Individual Market Adaptation and Collective Action in Flexible Labour Markets

Birgit Apitzsch

Abstract


Abstract

In the context of a growing detachment of workers from organizations and from traditional forms of interest representation, social networks are considered as an important means of individual risk-coping and for union strategies to improve working conditions and organize workers’ interests. To contribute to a better understanding of industrial relations in flexible labour markets, this paper studies the forms and functions of personal networks in the German film and television industry. The findings of this qualitative study provide insights into the institutional and organizational conditions under which networks facilitate individual strategies, the collective organization or fragmentation of the workforce. Particularly important here are not only the strength of ties, but also vertical versus horizontal relations, and interactions between individual and collective strategies of using personal networks.

Keywords: networks, projects, flexible labour markets, individual risk-coping, union strategies (JEL: J51, J53, J63, J81, L14, L82)

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Wie persönliche Netzwerke funktionieren: Individuelle Marktanpassung und kollektives Handeln in flexiblen Arbeitsmärkten

Zusammenfassung

Im Kontext der zunehmenden Lockerung der Bindung zwischen Beschäftigten und Unternehmen wie auch traditionellen Mitbestimmungsformen werden Netzwerke als wichtige Möglichkeit der individuellen Risikobewältigung gesehen. Ebenso wird ihnen das Potenzial zugeschrieben, die Interessen temporär Beschäftigter zu organisieren und ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dieser Beitrag zielt mit einer Untersuchung der Formen und Funktionen persönlicher Netzwerke in der deutschen Film- und Fernsehwirtschaft auf ein besseres Verständnis der Arbeitsbeziehungen in flexiblen Arbeitsmärkten. Die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung zeigen organisationale und institutionelle Bedingungen auf, unter denen Netzwerke zum individuellen Interessenhandeln, zu einer Organisierung oder auch zu einer Fragmentierung der Beschäftigteninteressen beitragen. Von besonderer Bedeutung ist hier die Unterscheidung nicht nur nach der Stärke sozialer Beziehungen, sondern auch zwischen vertikalen und horizontalen Beziehungen, sowie die Interaktionen zwischen individuellen und kollektiven Strategien der Netzwerknutzung.


Literaturhinweise



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