Open Access Freier Zugang (Open Access)  Eingeschränkter Zugriff Zugang für Abonnent/innen oder durch Zahlung einer Gebühr

„You’ll (n)ever walk alone“. Innovative Wissensarbeit zwischen individualistischem Leistungsregime und kommunitärer Teamkultur

Steffen Dörhöfer, Maria Funder

Abstract


Zusammenfassung

Im Fokus des Beitrages steht die Arbeitsregulation in wissensbasierten Unternehmen. Interessenvertretungen werden hier nicht nur damit konfrontiert, dass hochqualifizierte Beschäftigte – Wissensarbeiter/innen – zur Selbstvertretung tendieren, sondern auch mit neuen integrativen Human Resource Strategien, in denen Commitment und Empowerment eine große Rolle spielen. Ob das Spannungsverhältnis zwischen individualistischer Leistungsorientierung und kommunitärer Teamkultur – das Paradox der Wissensarbeit – durch diese Management Strategien jedoch gelöst werden kann, ist die Frage; ebenso wie die Vereinbarkeit mit traditionellen Institutionen der Interessenvertretung. Zur Analyse wird das Theoriekonzept der „institutionellen Logiken“ herangezogen, das uns Aufschluss über die in wissensbasierten Unternehmen vorherrschenden Spannungen und Interessenskonflikte geben soll. Am Beispiel von Pharma- und Biotech-Unternehmen wird gezeigt, wie widersprüchliche institutionelle Logiken entstehen und bearbeitet werden. Diskutiert werden mit Blick auf die empirischen Befunde auch die Chancen für eine Rekonfiguration kollektiver Formen der Arbeitsregulation.

-----

“You’ll (n)ever walk alone”. Innovative knowledge work: Individual performance systems as opposed to communitarian team culture

Abstract

This article examines the role of work regulation in knowledge-based firms. Collective interest representation is faced with a preference of knowledge workers for selfrepresentation as well as the need to counteract integrative human resource strategies which support commitment and empowerment. Could these management strategies resolve the tension between an individualistic performance orientation and a communitarian team culture – the paradox of knowledge work? Or, does knowledge work fit well with traditional models of collective interest representation? Our analysis is based on the theory of institutional logics that offers a framework for investigating tensions and conflicting interests within knowledge-based firms. With reference to the example of pharmaceutical and biotech companies, the article describes how contradictory institutional logics develop and how they are applied. Our empirical findings provide a further discussion of possibilities for reconfiguring the collective representation of interests.

Keywords: knowledge-intensive firms, institutional logics, organisational field, employment relations, innovation (JEL: J81, L23, L65, M13, O32, P12)


Literaturhinweise



Volltext: PDF