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Wieso wächst die Vielfalt in modernen Gesellschaften?

Stefan Hradil

Abstract


Leseprobe

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Zusammenfassung

Sozialforscher kommen spätestens seit der Industrialisierung zum Schluss, dass die sozialen Phänomene in entwickelten Gesellschaften immer vielgestaltiger werden: Es finden sich immer unterschiedlichere Ausbildungs- und Verwaltungseinrichtungen, Gesetze, Unternehmen und Produktionsstätten, Familienformen, religiöse Vergemeinschaftungen, politische Parteien und Lager, soziale Bewegungen, „Szenen“, Cliquen etc. Die wachsende gesellschaftliche Vielfalt zeigt sich auch in der Sozialstruktur, also auch an den großen Gruppen, aus denen sich Gesellschaften zusammensetzen. Besonders klar wird das in der ungleichen Sozialstruktur, anhand der großen Gruppen, die in bestimmter Hinsicht über bzw. unter anderen stehen. Die historische Entwicklung dieses gesellschaftlichen Höher und Tiefer lässt sich vereinfacht als Übergang von der vorindustriellen Stände-, über die frühindustrielle Klassen- und die industrielle Schichtengesellschaft hin zu einer postindustriellen Gesellschaft sozialer Lagen und Milieus skizzieren. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf den jeweils vorherrschenden Strukturtypus, der freilich kaum je in reiner Form existierte.

Schlagwörter: Gesellschaft, Sozialstruktur, Klassen, Stände, Lagen, Milieus

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Bibliographie: Hradil, Stefan: Wieso wächst die Vielfalt in modernen Gesellschaften?, GWP, 2-2018, S. 243-252. https://doi.org/10.3224/gwp.v67i2.09


Literaturhinweise



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