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Die Manifestation und Aushandlung von Institutionen in Märkten und Organisationen: eine genderdifferenzierte Analyse des Konzepts unternehmerischer Ökosysteme

Melanie Roski

Volltext: PDF

Abstract


Leseprobe

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Zusammenfassung

Die Wirkung institutionalisierter Geschlechterbilder und -stereotype innerhalb von Organisationen kann nur unter Berücksichtigung der organisationalen Umwelt nachvollzogen werden. Denn erst der übergeordnete Handlungskontext, in dem eine Organisation sich bewegt, bestimmt, welche Institutionen wie bedeutsam werden. Eine Branche oder ein spezifischer regionaler Markt sind Beispiele für solche Handlungskontexte. Ziel dieses Beitrags ist es, anhand theoretischer Überlegungen und gestützt durch empirisches Material zu Unternehmensgründungen durch Frauen in einer spezifischen Branche einen solchen übergreifenden Handlungskontext herauszuarbeiten. Geschlechterbezogene institutionalisierte Normen und Regeln verknüpfen sich hier mit anderen handlungsleitenden Institutionen, die beispielsweise fachkulturell oder branchenspezifisch geprägt sind und erst im Zusammenspiel das individuelle Handeln der Akteure beeinflussen. Genderspezifische Institutionalisierungen werden auf diese Weise oft verdeckt oder überlagert.

Schlagwörter: Neoinstitutionalismus, Geschlechterstereotype, Geschlechterinstitutionen, Women’s Entrepreneurship, Unternehmerische Ökosysteme

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The manifestation and negotiation of institutions in markets and organisations: A genderdifferentiating analysis of the concept of entrepreneurial ecosystems

Summary

The impact of institutionalised gender images and stereotypes within organisations can only be understood by taking the organisational environment into account. It is the overarching context in which an organisation operates that determines which institutions become important in what way. A particular industry or a specific regional market are examples of such “contexts of action”. The aim of this article is to outline and elaborate such an overarching context on the basis of theoretical considerations backed up by empirical material on business start-ups by women in a specific sector. Gender-related institutionalised norms and rules guide the doing of individual actors and are linked with other institutions that are shaped by cultural or sector-specific factors. In fact, this interplay or overlapping often conceals the impact of gender-specific institutions.

Keywords: neo-institutionalism, gender stereotypes, gender institutions, women’s entrepreneurship, entrepreneurial ecosystems

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Bibliographie: Roski, Melanie: Die Manifestation und Aushandlung von Institutionen in Märkten und Organisationen: eine genderdifferenzierte Analyse des Konzepts unternehmerischer Ökosysteme, GENDER – Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 2-2020, S. 61-78. https://doi.org/10.3224/gender.v12i2.05


Literaturhinweise