Feministische Mädchen_arbeit – Ein Raum für Trans-Jugendliche?

Johanna Schmitz

Abstract


Zusammenfassung

Die feministische Mädchenarbeit entstand vor dem Hintergrund der Neuen Frauenbewegung der 1970er Jahre und wurde dabei, trotz eines ambivalenten Verhältnisses, maßgeblich durch diese und die vorherrschenden feministischen Theorien und Praktiken dieser Zeit geprägt. Auch der Mädchen*treff der Alten Feuerwache Köln orientierte sich lange an den ursprünglich formulierten Zielen und Prinzipien der feministischen Mädchenarbeit. Die Rezeption dekonstruktivistischer Ansätze setzte innerhalb der Mädchenarbeit zeitverzögert ein. Die seit der Jahrtausendwende erschienenen Publikationen zeigen unterschiedliche Möglichkeiten einer dekonstruktivistischen Perspektive innerhalb der Mädchenarbeit auf. Im Mädchen*treff der Alten Feuerwache Köln wurde eine Auseinandersetzung mit dieser Perspektive durch die Neudefinierung zweier langjähriger Besucher_innen als Trans*Personen angeregt. Doch trotz einer konzeptuellen Weiterentwicklung zeigt die alltägliche Praxis Grenzen auf. Als eine Möglichkeit, diesen Grenzen und Ambivalenzen zu begegnen, kann eine Bezugnahme auf aktuelle queerfeministische Praktiken wie die Lady_feste gesehen werden.

Schlagwörter: Feministische Mädchenarbeit; Heteronormativitätskritische Pädagogik; Trans-Jugendliche; Queer-Theorie; Lady_fest.

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Bibliographie: Schmitz, Johanna: Feministische Mädchen_arbeit – Ein Raum für Trans-Jugendliche?, FZG, 1-2014, S. 97-112. https://doi.org/10.3224/fzg.v20i1.16346


Literaturhinweise



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