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Gendered Segregation in Danish Standing Parliamentary Committees 1990-2015

Christina Fiig

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Abstract


Leseprobe

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Abstract

Denmark was among the first countries to achieve female enfranchisement to the national parliament (1915) and it is a society with a long tradition for gender equality policies and women’s rights. 100 years later, the Danish case gives grounds for reflections on gender balance, on segregation and positions occupied by women in national parliaments. Drawing on insights from literature on gender and politics and on parliamentary committees, the article asks what the gendered distribution of seats and chairs is in the Danish parliament, the Folketing, and what can explain these gendered patterns. To answer these questions, this article investigates the horizontal and vertical gendered segregation of standing parliamentary committees of the Danish parliament 1990-2015 based on an explorative, longitudinal study. The results show that the Danish parliament is characterized by both vertical and horizontal segregation in relation to parliamentary committees. Both categories of segregation are declining over time, but the analysis reveals interesting patterns of change and stability especially for the horizontal segregation. Several committees have an over-representation (social, education and research and health) and under-representation of women (defence, finance and transport). A number of committees are characterized by a share of 30-40% women. This category is especially interesting as it points towards a decline in horizontal representation.

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Die geschlechtsspezifische Segregation parlamentarischer Ausschüsse in Dänemark 1990-2015

Zusammenfassung

Dänemark gehörte zu den ersten Ländern, in denen das Frauenwahlrecht für das nationale Parlament (1915) eingeführt wurde. Zudem steht die dänische Gesellschaft für eine lange Tradition von Gleichstellungspolitik und Frauenrechten. 100 Jahre später gibt der dänische Fall in diesem Artikel Anlass zu Überlegungen zu bestehenden Geschlechterungleichgewichten, insbesondere hinsichtlich horizontaler und vertikaler geschlechtsspezifischen Segregation in parlamentarischen Leitungspositionen und Ausschüssen. Der Artikel greift auf politikwissenschaftliche Erkenntnisse und Gender-Forschung zurück, um danach zu fragen wie die geschlechtsspezifische Verteilung im dänischen Parlament, dem Folketing, aussieht, und was die geschlechtsspezifischen Muster erklären kann. Um diese Fragen zu beantworten, wird eine explorative Langzeitstudie der horizontalen und vertikalen geschlechtsspezifischen Segregation der Ständigen Parlamentarischen Ausschüsse des dänischen Parlaments für die Zeit 1990-2015 vorgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass das dänische Parlament in Bezug auf parlamentarische Ausschüsse sowohl eine vertikale als auch eine horizontale Trennung aufweist. Beide Segregationskategorien nehmen im Laufe der Zeit ab, aber die Analyse zeigt interessante Muster des Wandels und der Stabilität, insbesondere für die horizontale Segregation. Mehrere Ausschüsse haben eine beständige Überrepräsentanz (Soziales, Bildung und Forschung sowie Gesundheit), andere eine beständige Unterrepräsentation von Frauen (Verteidigung, Finanzen und Verkehr). Eine Reihe von Ausschüssen zeichnet sich durch einen Frauenanteil von 30-40% aus, wobei diese Kategorie besonders interessant ist, da sie auf eine Abnahme der horizontalen Darstellung hindeutet.

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Bibliographie: Fiig, Christina: Gendered Segregation in Danish Standing Parliamentary Committees 1990-2015, Femina Politica - Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 2-2018, S. 111-124.
https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v27i2.09


Literaturhinweise