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Europa provinzialisieren? Ja, bitte! Aber wie?

Maria do Mar Castro Varela, Nikita Dhawan

Abstract


Zusammenfassung

Postkoloniale Theorie ist im deutschsprachigen Raum zu einem einflussreichen kritischen Diskurs aufgestiegen und hat auch innerhalb der Politikwissenschaften zunehmend an Bedeutung gewonnen. Feministische Interventionen haben dabei nicht nur Geschlechterfragen innerhalb postkolonialer Analysen fokussiert, sondern desgleichen auf das Zusammenspiel von race, Gender, Sexualität und kolonialen Machtstrukturen verwiesen. Ein wesentlicher Aspekt des Dekolonisierungsprozesses ist Dipesh Chakrabarty zufolge die „Provinzialisierung Europas“. Hieraus ergeben sich mehrere Fragen: Etwa: Wie lässt sich Europa provinzialisieren, wenn akademische Disziplinen wie Geschichte und Politikwissenschaften durch die europäisch-disziplinäre Hegemonie geformt sind? Und insoweit die akademischen Disziplinen nicht nur eurozentrisch, sondern bekanntlich auch androzentrisch geprägt sind: Welchen Stellenwert nimmt feministisch-postkoloniale Forschung gegenüber dem Projekt der „Dekolonisierung hegemonialen Wissens“ ein? Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Heft die Implikationen des Kolonialismus für die Verfasstheit gegenwärtiger globaler feministischer Politiken analysiert und Dekolonisierungsprozesse in ihrem Verhältnis zu Transnationalismus, Globalisierung, Governance, Migration etc. nachgezeichnet. Dabei ist der Fokus darauf gerichtet, wie nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft der westlichen und nicht-westlichen Welten zutiefst miteinander verwoben sind.


Literaturhinweise



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