Das Paradoxon der Willensfreiheit und seine Entwicklung im Kind

Klaus Wahl

Abstract


Zusammenfassung

Auf der einen Seite sieht die neue Kindheitstheorie Kinder als selbstbestimmte Wesen. Auf der anderen Seite leugnet die neue Gehirnforschung freie menschliche Selbstbestimmung. Der Artikel resümiert zunächst die verschiedenen Positionen in der philosophischen und naturwissenschaftlichen Diskussion von pro bis contra Willensfreiheit (Libertarismus, Kompatibilismus, Determinismus). Dann werden neurologische und psychologische Theorien und Forschungsbefunde dargestellt, die sich auf das Paradoxon zwischen einem erlebtem freien Willen und der neurologischen Determiniertheit des realen Willens beziehen. Auch die moralischen, rechtlichen und pädagogischen Konsequenzen werden diskutiert. Schließlich werden Hypothesen zur Konstruktion des subjektiven freien Willens im Entwicklungs- und Sozialisationsprozess von Kindern angeboten.

Schlagwörter: Freier Wille, Gehirnforschung, Kindheitsforschung, Kindesentwicklung


Literaturhinweise



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