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Lernen aus neurowissenschaftlicher Sicht: Von der Assoziation zur Kognition

Caterina Breitenstein

Abstract


Zusammenfassung

Lernen findet über die gesamte Lebensspanne hinweg statt. Die meisten alltäglichen Lernprozesse (wie Erwerb motorischer Bewegungsabfolgen, Faktenwissen und sozialer Konventionen) erfolgen „automatisiert“ und werden hier unter dem Begriff „assoziatives Lernen“ zusammengefasst. Der folgende Beitrag gibt zunächst einen Überblick über die neurowissenschaftlichen Grundlagen assoziativen Lernens. Im Anschluss wird beispielhaft am Spracherwerb dargestellt, wie neues Wissen erfolgreich über assoziatives Lernen vermittelt werden kann. Drittens wird eine non-pharmakologische Möglichkeit der Verstärkung assoziativen Lernens durch körperliche Voraktivierung vorgestellt. Abschließend wird auf die Anwendungsmöglichkeiten dieser Lernprinzipien im Schulalltag eingegangen.

Schlagwörter: Assoziatives Lernen, Motorische Voraktivierung, Kognitive Neurowissenschaften, Lernverbesserung, Langzeitpotenzierung

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Learning from a neuroscientific point of view: From association to cognition

Abstract

Learning takes place at all stages of life. The majority of daily learning processes, like learning new motor sequences or the acquisition of facts and social conventions, occur automatically and are summarized here under the term “associative learning”. The following article first gives an overview of the neuroscientific basis for associative learning. Taking language acquisition as an example, the successful acquisition of a new mini-vocabulary by associative learning principles is then demonstrated. A third section presents a non-pharmacological strategy to promote associative learning by motor coactivation. Finally, the application of associative learning principles in educational settings is described.

Keywords: Associative Learning, Motor Preactivation, Cognitive Neuroscience, Improvement of Learning, Longterm Potentiation


Literaturhinweise



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