Welche Anforderungen stellt Lebenslaufpolitik an Zeitpolitik?

Ulrich Mückenberger

Abstract


Zusammenfassung

Der Beitrag analysiert kritisch die Institution des im Arbeitsrecht vorherrschenden sogenannten „Normalarbeitsverhältnisses“. Der Fokus der Kritik ist die den Lebenslauf strukturierende Bedeutung dieser Institution, die aus ihrer Antriebs- und Ausgrenzungsfunktion resultiert. Im Hinblick auf diese Kritik bedarf das Normalarbeitsverhältnis einer Revision, die der Anforderung gerecht wird, Menschen einen selbstverantworteten Lebenslauf zu ermöglichen. In dem Beitrag werden zeitpolitische Vorschläge entwickelt, die der kritischen Analyse des Normalarbeitsverhältnisses Rechnung tragen. Die Vorschläge – die in dem Manifest der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik (DGfZP) „Zeit ist Leben“ entfaltet sind – drehen sich zentral um das neuartige „Recht auf eigene Zeit“.

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What does Life Course Policy require from Time Policy?

Abstract

This paper critically analyses an institution that dominates labour law – the so-called „standard employment relationship“. The critique focuses on the fact that this institution draws its importance from functions structuring the life-course. The ‘incentive function’ and the ‘exclusion function’ are particularly significant in this respect. The following critique prompts a revision of the standard employment relationship, which both allows and encourages human beings to engage in a life course characterised by self-responsibility. This paper develops time-political proposals which take into account the critique of the standard employment relationship. The proposals – which draw on the basic ideas of the German Society for Time-Policy’s manifesto “Time is Life” – oscillate around the new concept of a “right to one’s own time”.


Literaturhinweise