Boredom, the Life Course, and Late Modernity. Understanding Subjectivity and Sociality of ‘Dead Time’ Experiences

Benedikt Rogge

Abstract


Abstract

For empirical time and life course researchers, boredom experiences constitute a highly interesting research subject. Based on three qualitative interview studies, this article delivers a phenomenological approximation to boredom and describes two distinct types of boredom experience, namely “situational boredom” and “agentic boredom” both of which are theorised from the perspective of sociological practice theory. Focusing on the experience of “agentic boredom”, the paper analyses its connections to life stages, life transitions and life-long socialisation processes. Finally, current sociohistorical conditions are taken into account and it is suggested that agentic boredom is perhaps an emotion symptomatic of late modernity.

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Langeweile, Lebenslauf, und Spätmoderne. Zur Subjektivität und Sozialität des Erlebens von ‚toter Zeit’

Zusammenfassung

Für empirische Zeit- und Lebenslaufforscher ist Langeweile ein höchst interessanter Forschungsgegenstand. Unter Rückgriff auf drei qualitative Interviewstudien liefert der Artikel eine phänomenologische Annäherung an Langeweile und beschreibt zwei grundsätzlich zu unterscheidende Typen der Erfahrung von Langeweile, nämlich „situationsbezogene Langeweile“ und „handlungsbezogene Langeweile“. Beide Typen werden aus der Perspektive der soziologischen Praxistheorie durchdrungen. Der Artikel beschränkt sich im Folgenden auf das Erleben handlungsbezogener Langeweile und analysiert ihre Zusammenhänge mit Lebensphasen, Transitionen und Sozialisationsprozessen. Abschließend wird auf die gegenwärtigen soziokulturellen Bedingungen eingegangen und die These formuliert, dass es sich bei der handlungsbezogenen Langeweile um eine für die Spätmoderne symptomatische Emotion handelt.


Literaturhinweise