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Männlich, gebildet und prekär? Objektive und subjektive Prekarität geflüchteter Syrer in Deutschland

Annika Jungmann

Abstract


Zusammenfassung

Prekarität wird im wissenschaftlichen Diskurs häufig als objektiv feststellbare Größe gehandelt. Selten wird die Wahrnehmung potenziell betroffener Personen mit einbezogen. Dabei ist es durchaus möglich, dass ihre Einschätzungen stark variieren. Männliche, syrische Geflüchtete sehen sich in Deutschland aktuell beispielsweise mit auffallend ähnlichen Problemen konfrontiert, aufgrund derer sie als prekär bezeichnet werden könnten. In durchgeführten narrativen Interviews bewerten die Befragten ihre Situation allerdings sehr unterschiedlich. Angeknüpft an aktuelle Themen der Flucht- und Prekaritätsforschung und mit Hilfe der Interviewanalysen untersucht dieser Artikel die Situation männlicher, syrischer Geflüchteter in Leipzig. Im Fokus steht dabei die Differenzierung zwischen ihrer objektiven und subjektiven Prekarität. Das Resultat zeigt eine komplexe Vernetzung von potenziellen Verwundbarkeiten und Bewältigungsstrategien auf.

Schlagworte: Syrien, Migration, Flucht, Verwundbarkeit, Subjektive Prekarität

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Bibliographie: Jungmann, Annika: Männlich, gebildet und prekär? Objektive und subjektive Prekarität geflüchteter Syrer in Deutschland, Soziologiemagazin, 1-2018, S. 37-54. https://doi.org/10.3224/soz.v11i1.05


Literaturhinweise



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