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"Schweigen ist übrigens besser"? Der Liebesbegriff als sprachliches Tabu in Bildungsdiskursen

Nadja M. Köffler, Thomas Sojer

Abstract


Gegenwärtige Professionalisierungsbestrebungen in der Pädagogik erteilen der Verwendung des Wortes 'Liebe' eine klare Absage. Konnotationen wie Erotik und Missbrauch bedingen eine Bedeutungsverschiebung des Liebesbegriffs, die eine bereits bestehende Abwehr verfestigt. Absicht derartiger Sprachspiele ist häufig, das Zwischenmenschliche zum Zweck pädagogischer Professionalisierung aus der Praxis zu verbannen. In dieser Situation ist ein Plädoyer für die kritische Evaluation dieser Ausklammerung des Liebesbegriffs, sowie das Überdenken der Diskrepanz zwischen Fachsprache und alltäglicher Lebenswirklichkeit vonnöten.

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Bibliographie: Köffler, Nadja M./Sojer, Thomas: "Schweigen ist übrigens besser"? Der Liebesbegriff als sprachliches Tabu in Bildungsdiskursen, 360°, 1-2017, S. 112-119. https://doi.org/10.3224/360grad.v12i1.10


Literaturhinweise



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