Wieviel Gleichheit erfordert Gleichwertigkeit? – Folgerungen einer Neuinterpretation des Gleichwertigkeitsziels für die Daseinsvorsorge
Abstract
In der Diskussion um eine Neuinterpretation des Ziels gleichwertiger Lebensverhältnisse wird bislang erst selten thematisiert, wie konkrete Anpassungen in einzelnen Politikbereichen aussehen könnten. Dieser Artikel diskutiert erste Schlussfolgerungen für die öffentliche Daseinsvorsorge. Dabei wird die Auffassung vertreten, dass sich Kernbereiche der Daseinsvorsorge identifizieren lassen, die trotz erschwerter Voraussetzungen flächendeckend in ähnlicher Qualität vorgehalten werden müssen, weil sie zur Wahrung von Chancengleichheit essentiell sind oder eine Differenzierung des Versorgungsniveaus aus anderen Gründen nicht vertretbar ist. Hiervon werden Bereiche unterschieden, in denen eine Differenzierung des Versorgungsniveaus für unproblematischer gehalten wird.
Literaturhinweise
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