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Stadtkultur auf der Suche nach Authentizität

Sharon Zukin

Abstract


Stadtkultur sollte die kollektive Identität und städtische Authentizität der Stadt verkörpern. Diese kulturelle Eigenschaft von Städten ist allerdings durch große Veränderungen herausgefordert, auf die sie keinen Einfluss haben, das Ende der traditionellen Industrien, die zunehmende Bedeutung transnationaler Finanz- und Medieneliten und neuer Migranten in allen gesellschaftlichen Bereichen. Um nun städtisch ‚authentisch‘ zu sein, haben postindustrielle Städte ihre Innenstadtbereiche als „Erlebnismärkte“ umgebaut. Diese schaffen eine ‚ästhetische Rechtssprechung“ mittels einer so genannten kulturellen Authentizität, die allein auf dem Erlebnis des Konsums beruht. Beispiele dafür sind der Times Square in New York, Beaubourg in Paris und das Guggenheim Museum in Bilbao. Zusätzlich wurden Kulturdistrikte oder Kreativ-Cluster in zumeist verfallenen Industrieterrains am Rande der städtischen Innenstadtbebauung geschaffen. Die Kombination von künstlerischer Kreativität und Unternehmertum resultierte in kurzer Zeit in angesagten Gebieten aus Galerien, Cafés und Boutiquen. Dies wird anhand chinesischer Städte wie Shanghai illustriert. Diese Stadtentwicklung führt allerdings zu einer Standardisierung einer pseudo-authentischen Stadtkultur, die weder original noch individuell auffallend ist.

Literaturhinweise



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