Governance des Stadtumbaus in Ostdeutschland − Großwohnsiedlung und Altbaugebiet im Vergleich

Dieter Rink, Matthias Bernt, Katrin Großmann, Annegret Haase

Abstract


Zusammenfassung:

Der Stadtumbau in Ostdeutschland steht angesichts differierender Stadtentwicklungen und veränderter Politiken vor neuen Anforderungen. Am Beispiel der Großstädte Leipzig (wachsend) und Halle (stabil) wurden Governance-Strukturen des Stadtumbaus in vergleichender Perspektive zwischen Großwohnsiedlung und Altbau untersucht. In beiden Städten zeigt sich eine Schwerpunktverlagerung auf Sanierung und Erneuerung im innerstädtischen Altbau; der Rückbau in Großwohnsiedlungen ist demgegenüber praktisch zum Erliegen gekommen. Die Governance-Arrangements, zumeist Netzwerke geprägt von wohnungswirtschaftlichen Akteuren, lokaler Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Gruppen, fanden sich ursprünglich als grant coalitions durch die juristischen, fiskalischen und politisch-programmatischen Rahmensetzungen des Programms Stadtumbau Ost zusammen. In den letzten Jahren haben sich die Akteursstrukturen und die verfügbaren Ressourcen jedoch verändert, der Stadtumbau wird dadurch schwieriger. Staatlichen Akteuren und Fördermitteln kommt daher auch in Zukunft eine zentrale Bedeutung für die Handlungsfähigkeit der Governance-Strukturen im Stadtumbau zu.

Literaturhinweise



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