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Who Gets to Know about Nature? Biodiversity and Ecosystem Services through an Intersectional Lens

Anna Kaijser, Annica Kronsell

Abstract


Abstract

Intersectionality originates in feminist critical theory as a perspective for analyzing categories of difference and relations of power. In this article we explore how the categories of ’human’ and ’nature’ are made meaningful in relation to each other and assemble an intersectional analytical lens drawing on theories from the fields of ecofeminism, critical animal studies and posthumanism. A common theme in these fields is the dualistic construction and representation of humans and nature as separate entities and we study how such dualism plays out in relation to issues of knowledge and subjectivity. The analytical lens is engaged to explore the concepts of biodiversity and eco-system services, which have emerged as keywords for conceptualizing human-nature relations in environmental research and policy. We assess debates around the concepts of biodiversity and eco-system services in scholarly publications, and how these reflect, reinforce, or contest dualistic and hierarchical constructions of human-nature relations. We look for principal tendencies, as well as challenging perspectives and voices.

Keywords: ecofeminism; critical animal studies; posthumanism; dualistic construction; knowledge.

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Who Gets to Know about Nature? Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in einem intersektionalen Blickwinkel

Zusammenfassung

Intersektionalität knüpft als Perspektive an die kritisch feministische Theorie an, um Differenzkategorien und dynamische Machtverhältnisse zu analysieren. In dem vorliegenden Aufsatz untersuchen wir, wie die Kategorien ‚Mensch‘ und ‚Natur‘ in Verbindung zu einander Bedeutung erlangen und entwickeln einen intersektional analytischen Blickwinkel, gestützt auf Theorien aus den Bereichen Ökofeminismus, critical animal studies und Posthumanismus. Eine weitverbreitete Thematik in all diesen Feldern ist die dualistische Konstruktion und Repräsentation von Menschen und Natur als separate Entitäten und wir untersuchen die Frage danach, wie solche Dualismen in Bezug auf Wissen und Subjektivität auftreten. Mit Hilfe des intersektionalen Blickwinkels analysieren wir Konzepte von Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen, die sich als Schlüsselbegriffe der Konzeptualisierung von Mensch-Natur-Beziehungen in Umweltforschung und Politik herausgebildet haben. Hierzu werten wir die Debatten um die Konzepte von Biodiversität und Ökosystemdienstleistung in akademischen Publikationen aus und erläutern, wie dualistische und hierarchische Konstruktionen von Mensch-Natur-Beziehungen darin gespiegelt, bekräftigt oder bestritten werden. Dabei suchen wir nach den prominentesten Tendenzen ebenso wie nach kritischen Perspektiven und Stimmen.

Schlagwörter: Ökofeminismus; critical animal studies; Posthumanismus; dualistische Konstruktion; Wissen.

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Bibliographie: Kaijser, Anna/Kronsell, Annica: Who Gets to Know about Nature? Biodiversity and Ecosystem Services through an Intersectional Lens, FZG, 2-2016, S. 41-67. https://doi.org/10.3224/fzg.v22i2.27056

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