Elternpartnerschaften als Instrument von Educational Governance
Abstract
Zusammenfassung
Bildungs- und Erziehungspartnerschaften zwischen Bildungsorganisationen und den Eltern der AdressatInnen (Kinder und SchülerInnen) haben Konjunktur. Vor dem Hintergrund der aktuellen Educational Governance Diskussion mit ihrer Betonung von Vernetzungen, Mehrebenenstrukturen und Varietäten der Steuerungsinstrumente und -medien wirft die Elternpartnerschaft nicht zuletzt Fragen nach einer Neu-Konstellierung zwischen privater und öffentlicher Erziehung auf; schließlich werden Eltern und familiale Erziehungsverhältnisse stärker von den formalen Bildungsinsitutionen in den Blick genommen und beansprucht. Der Begriff Partnerschaft suggeriert dabei gleiche Augenhöhe und verstärkte elterliche Partizipation bei den Bildungsentscheidungen. Trifft dies aber tatsächlich zu? Neben den offensichtlichen fortbestehenden Differenzen in institutionelle verbriefter Entscheidungsmacht, wirft eine Betrachtung im Lichte der Intersektionalität auf die Heterogenität der Gruppe der Eltern, die unter sehr ungleichen Bedingungen im "Bildungsraum" agiert.
Keywords: Governance, Geschlecht, Bildungspolitik, Schule, Intersektionalität, Eltern
Summary
Educational partnerships between educational organizations and the parents of the "addressees" (children and pupils) have significantly gained in currency. Against the background of the current debate on educational governance with its emphasis on networks, multi-level structures and varieties of steering instruments and media, the form of educational partnerships raises several questions. One of which concerns new constellations between private and public education, because parents and the family contexts of education are now an important focus and concern of formal educational organizations. The term "partnership" suggests equal influence when it comes to educational decisions. However, is that really true? Besides the obviously persisting differences in institutionally granted decision power, a consideration of parental partnerships in the light of intersectionality highlights that parents are not a homogenous group, but act under very unequal conditions in the educational arena.
Keywords: Governance, Gender, Education policy, school, Intersektionality, parents
Bildungs- und Erziehungspartnerschaften zwischen Bildungsorganisationen und den Eltern der AdressatInnen (Kinder und SchülerInnen) haben Konjunktur. Vor dem Hintergrund der aktuellen Educational Governance Diskussion mit ihrer Betonung von Vernetzungen, Mehrebenenstrukturen und Varietäten der Steuerungsinstrumente und -medien wirft die Elternpartnerschaft nicht zuletzt Fragen nach einer Neu-Konstellierung zwischen privater und öffentlicher Erziehung auf; schließlich werden Eltern und familiale Erziehungsverhältnisse stärker von den formalen Bildungsinsitutionen in den Blick genommen und beansprucht. Der Begriff Partnerschaft suggeriert dabei gleiche Augenhöhe und verstärkte elterliche Partizipation bei den Bildungsentscheidungen. Trifft dies aber tatsächlich zu? Neben den offensichtlichen fortbestehenden Differenzen in institutionelle verbriefter Entscheidungsmacht, wirft eine Betrachtung im Lichte der Intersektionalität auf die Heterogenität der Gruppe der Eltern, die unter sehr ungleichen Bedingungen im "Bildungsraum" agiert.
Keywords: Governance, Geschlecht, Bildungspolitik, Schule, Intersektionalität, Eltern
Summary
Educational partnerships between educational organizations and the parents of the "addressees" (children and pupils) have significantly gained in currency. Against the background of the current debate on educational governance with its emphasis on networks, multi-level structures and varieties of steering instruments and media, the form of educational partnerships raises several questions. One of which concerns new constellations between private and public education, because parents and the family contexts of education are now an important focus and concern of formal educational organizations. The term "partnership" suggests equal influence when it comes to educational decisions. However, is that really true? Besides the obviously persisting differences in institutionally granted decision power, a consideration of parental partnerships in the light of intersectionality highlights that parents are not a homogenous group, but act under very unequal conditions in the educational arena.
Keywords: Governance, Gender, Education policy, school, Intersektionality, parents
Literaturhinweise
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