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Kampf für Sozialismus und Judentum auf vier Kontinenten: Isaac Nachman Steinbergs rooted cosmopolitanism

Tobias Grill

Abstract


Zusammenfassung

Im vorliegenden Beitrag soll anhand der Biographie von Isaac Steinberg, Protagonist der Oktoberrevolution und später Führer des jüdischen Neo-Territiorialismus, gezeigt werden, in welcher Weise der bewusste transnationale Aktivismus eines globalen Subjekts in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von einer dezidierten Haltung des rooted cosmopolitanism geprägt war. Damit offenbart sich in der grenzüberschreitenden Lebenspraxis eines Individuums, wie das Globale und das Lokale, Universalismus und Partikularismus, Weltbürgertum und kulturelle Souveränität miteinander verflochten waren bzw. aufeinander bezogen blieben. Auch wenn einem derartigen transnationalen Aktivismus im „Zeitalter der Extreme“ letztlich kein „Erfolg“ beschieden war, und der rooted cosmopolitan in der Erinnerungskultur marginalisiert wurde, so treten doch mit Hilfe des biographischen Zugangs sehr deutlich die Alternativen des Geschichtsverlaufs im globalen Kontext zutage.

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Bibliographie: Grill, Tobias: Kampf für Sozialismus und Judentum auf vier Kontinenten: Isaac Nachman Steinbergs rooted cosmopolitanism, BIOS, 1+2-2015, S. 41-65. https://doi.org/10.3224/bios.v28i1-2.03


Literaturhinweise



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