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Reflexionen imperialen Wandels in der bürokratischen Autobiographie des Geheimrats Nikolaj A. Kačalov (1818-1891)

Boris Ganichev

Abstract


Zusammenfassung

Im vorliegenden Aufsatz werden die 2012 erstmals vollständig erschienenen Aufzeichnungen des Direktors des russländischen Zolldepartements Nikolaj A. Kačalov (1818-1891) analysiert. Im Zentrum von Kačalovs Selbstzeugnis steht seine Reflexion über den Wandel, dem das Russländische Reich im Zuge der Großen Reformen der 1860er Jahre unter Zar Aleksandr II. unterworfen war. Im Beitrag wird zum einen analysiert, wie Kačalovs Selbstbeschreibung und speziell deren Schreibmuster durch diese Umbruchsepoche geprägt wurde. Zum anderen wird Kačalovs Reflexion des imperialen Wandels untersucht und nach Strategien gefragt, mit welchen er historische und persönliche Brüche aufeinander bezog und integrierte. Sein retrospektiver Blick auf die 1860er und 1870er Jahre erweist sich darüber hinaus als geeignete Quelle für die Betrachtung der Genese restaurativ-konservativer Denkmuster der 1880er Jahre.

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Bibliographie: Ganichev, Boris: Reflexionen imperialen Wandels in der bürokratischen Autobiographie des Geheimrats Nikolaj A. Kačalov (1818-1891), BIOS, 1+2-2015, S. 19-40. https://doi.org/10.3224/bios.v28i1-2.02


Literaturhinweise



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